Sebastian Feldhofer ist vor allem durch seine jahrzehntelange Arbeit im Umfeld des Münchner Volkstheaters und durch sein kulturelles Engagement in Haimhausen bekannt. Register- und Archivunterlagen zeigen, dass er bereits in den 1990er-Jahren für das Volkstheater tätig war, zeitweise Geschäftsführer der Theatergesellschaft war und später als Verwaltungsdirektor arbeitete. Eine wichtige Aktualisierung gegenüber vielen älteren Webseiten: Feldhofer ist heute nicht mehr Verwaltungsdirektor des Münchner Volkstheaters. Die offizielle Teamseite nennt im September 2026 Beate Schlegelmilch in dieser Funktion.
Daneben gehört Feldhofer zu den Gründungsfiguren des Haimhauser Kulturkreises. Noch 2024 war er dort bei der großen Jubiläumsproduktion „Verschollen in Haimhausen“ in der Produktionsleitung beteiligt. Damit lässt sich sein dokumentiertes kulturelles Wirken über einen Zeitraum von mindestens vier Jahrzehnten verfolgen.
Sebastian Feldhofer im Überblick
| Merkmal | Belegte Information |
|---|---|
| Vollständiger Name | Sebastian Friedrich Feldhofer |
| Bekannt durch | Theaterverwaltung und Kulturorganisation |
| Münchner Volkstheater | früher Geschäftsführer, später Einzelprokurist und Verwaltungsdirektor |
| Einzelprokura | 7. Mai 2004 bis 22. Dezember 2021 |
| Kulturarbeit | Mitinitiator des Haimhauser Kulturkreises 1984 |
| Spätere Theaterarbeit | Produktionsleitung mehrerer großer Haimhauser Produktionen |
| Verbindung zu Bettina Redlich | in Presseberichten und Interviews als ihr Ehemann dokumentiert |
| Aktuelle Volkstheater-Leitung | Beate Schlegelmilch ist Verwaltungsdirektorin |
| Verwechslungsgefahr | ein jüngerer Sebastian Feldhofer wird in Theaterunterlagen ausdrücklich als „jun.“ geführt |
| Geburtsdatum/Alter | in den geprüften belastbaren Quellen nicht eindeutig dokumentiert |
Der vollständige Name Sebastian Friedrich Feldhofer ergibt sich aus registerbasierten Unternehmensdaten. Dieselben Daten führen ihn außerdem seit Juni 2019 als persönlich haftenden Gesellschafter der Feldhofer KG in Haimhausen. Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, dass diese Gesellschaft seine heutige hauptberufliche Tätigkeit darstellt.
Seine Verbindung zum Münchner Volkstheater reicht mindestens bis 1994 zurück
Die öffentlich nachvollziehbare Geschichte Feldhofers am Münchner Volkstheater beginnt früher, als viele Kurzbiografien erkennen lassen. Im vom Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Universität Innsbruck erschlossenen Nachlass des österreichischen Kabarettisten und Schriftstellers Otto Grünmandl liegen mehrere Dokumente des Münchner Volkstheaters mit Feldhofers Namen.
Verzeichnet sind unter anderem ein Schreiben vom 31. Januar 1994 mit beigefügtem Vertrag, ein Vertrag vom 5. April 1994, ein weiteres Schreiben samt Vertrag vom 7. Juni 1994 sowie Vertragskorrespondenz aus dem März 1998. Die Archivbeschreibung belegt damit, dass Feldhofer spätestens Anfang 1994 für das Volkstheater mit Vertragsangelegenheiten befasst war. Einen konkreten damaligen Amtstitel weist das Archiv für diese Schriftstücke allerdings nicht aus.
Das ist eine wichtige Ergänzung zur häufig erzählten Laufbahn: Feldhofers Tätigkeit am Haus begann nachweislich nicht erst mit den gut dokumentierten Führungsfunktionen der 2000er-Jahre.
Vom Geschäftsführer zum Verwaltungsdirektor
Registerdaten der Münchner Volkstheater Gesellschaft mit beschränkter Haftung zeichnen den späteren Verlauf genauer nach. Bei einer Registereintragung vom 5. Dezember 2001 erscheint Sebastian Feldhofer als Geschäftsführer der Gesellschaft. Am 13. November 2002 wird sein Ausscheiden aus der Geschäftsführung und die Bestellung von Christian Stückl als Geschäftsführer dokumentiert.
Damit endete Feldhofers Verbindung zum Haus jedoch nicht. Am 7. Mai 2004 wurde für ihn Einzelprokura eingetragen. Sie bestand bis zum 22. Dezember 2021. An diesem Datum vermerkt die Registerhistorie das Erlöschen seiner Prokura und die Einzelprokura für Beate Schlegelmilch.
Eine institutionelle Quelle bestätigt zugleich Feldhofers damaligen Funktionstitel: Im Geschäftsbericht 2021 der Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen wird er ausdrücklich als „Verwaltungsdirektor, Münchner Volkstheater, München“ aufgeführt.
Die einzelnen Quellen ergeben zusammen ein präziseres Bild als die pauschale Bezeichnung „Theaterchef“: Feldhofer war zunächst Geschäftsführer, danach mit handelsrechtlicher Einzelprokura ausgestattet und über lange Zeit Verwaltungsdirektor. Die künstlerische und geschäftsführende Leitung lag seit 2002 bei Christian Stückl.
Ist Sebastian Feldhofer heute noch Verwaltungsdirektor des Münchner Volkstheaters?
Nein. Diese Angabe, die auf älteren und teilweise auch neu veröffentlichten Webseiten noch auftaucht, entspricht nicht mehr der aktuellen Besetzung.
Die offizielle Seite des Münchner Volkstheaters nennt im September 2026 Christian Stückl als Intendant und Geschäftsführer, Frederik Mayet als Künstlerischen Direktor und Beate Schlegelmilch als Verwaltungsdirektorin. Feldhofer wird in der aktuellen Teamübersicht nicht geführt.
Auch die Registerchronologie passt dazu: Feldhofers Einzelprokura endete am 22. Dezember 2021; seit diesem Datum ist Schlegelmilch mit Einzelprokura verzeichnet. Daraus lässt sich zwar nicht ohne zusätzliche Personalunterlagen der genaue arbeitsrechtliche Zeitpunkt eines möglichen Ausscheidens ableiten. Sicher ist aber, dass Feldhofer nicht zur heutigen Theaterleitung gehört.
Haimhausen: Kulturarbeit schon vor seiner dokumentierten Volkstheater-Karriere
Feldhofers kulturelles Engagement lässt sich sogar noch weiter zurückverfolgen als seine Akten im Brenner-Archiv.
Nach der offiziellen Chronik des Haimhauser Kulturkreises e. V. wurde der Verein am 31. Oktober 1984 gegründet. Ausgangspunkt war ein geplantes Open-Air-Gastspiel von Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ auf der Rathauswiese. Für eine finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde wurde eine Vereinsstruktur benötigt.
Die Initiative zur Gründung ging laut Vereinschronik von Sebastian Feldhofer und Hans Schindlböck aus. Rund 30 Interessierte kamen zur Gründungsversammlung im Gasthof Post. Dem ersten Vorstand gehörten Hans Schindlböck, Sebastian Feldhofer und Dörthe von Haniel an.
Dieser zeitliche Zusammenhang ist bemerkenswert: Feldhofers dokumentierte Kulturarbeit in Haimhausen beginnt zehn Jahre vor den frühesten derzeit öffentlich auffindbaren Volkstheater-Dokumenten mit seinem Namen.
Vom Vereinsgründer zum Produktionsleiter großer Theaterprojekte
Feldhofer blieb dem Haimhauser Kulturleben auch Jahrzehnte später verbunden. Besonders gut dokumentiert ist der „Haimhauser Ball der Vampire“ von 2019.
In einem Interview mit dem Münchner Merkur erklärte er, die Arbeit an dem Projekt bereits im Frühjahr 2017 begonnen zu haben. Als Produktionsleiter holte er Autor und Dramaturg Carsten Golbeck hinzu, gewann Philipp Jescheck für die Regie und organisierte die musikalische Beteiligung von Dr. Will & The Wizards, Chor und Haimhauser Dorfmusik.
Feldhofer stand bei dieser Produktion außerdem selbst auf der Bühne: Die offizielle Besetzung führt ihn als Hubert, Wirt. Gleichzeitig wird dort ein Sebastian Feldhofer jun. in einer anderen Rolle genannt – ein entscheidender Hinweis für die korrekte Zuordnung heutiger Suchergebnisse.
Beim späteren Musiktheater „Das Geheimnis von Haimhausen“ wurde Feldhofer auf der offiziellen Produktionsseite sogar als „Spiritus rector“ sowie als Mitglied der Produktionsleitung genannt. Als Darsteller spielte er Pfarrer Ignatius.
Noch 2024 an „Verschollen in Haimhausen“ beteiligt
Seine lokale Theaterarbeit lässt sich über das Ende seiner dokumentierten Volkstheater-Funktion hinaus verfolgen.
Zum 40-jährigen Bestehen des Haimhauser Kulturkreises entstand 2024 mit „Verschollen in Haimhausen“ die 15. Theaterproduktion des Vereins. Die offizielle Ensemble-Seite führt Sebastian Feldhofer gemeinsam mit Sepp Heigl und Andreas Schiebel in der Produktionsleitung. Die Premiere fand am 28. Juni 2024 statt.
Mehr als hundert Mitwirkende waren an der Produktion beteiligt; die Süddeutsche Zeitung beschrieb sie nach der Premiere als aufwendige Mischung aus Schauspiel, Tanz, Musik und umfangreicher ehrenamtlicher Theaterarbeit.
Damit ist 2024 die jüngste eindeutig datierbare größere kulturelle Tätigkeit Feldhofers, die sich in den hier geprüften offiziellen Projektquellen konkret nachweisen lässt. Eine neue hauptberufliche Position nach seiner Zeit am Münchner Volkstheater ist dagegen öffentlich nicht vergleichbar eindeutig dokumentiert.
Sebastian Feldhofer und Bettina Redlich
Auch außerhalb des Theatermanagements taucht Feldhofers Name regelmäßig auf – vor allem im Zusammenhang mit der Schauspielerin Bettina Redlich.
In einem Münchner-Merkur-Porträt von 2008 sprach Redlich über ihre Familie; der Artikel bezeichnete Sebastian Feldhofer als ihren Mann und damaligen Verwaltungsdirektor des Münchner Volkstheaters. Ein Interview der Abendzeitung aus dem Januar 2009 dokumentiert ebenfalls die Beziehung.
Redlich erzählte dort auch die ungewöhnliche Vorgeschichte ihres Kennenlernens. Der Schauspieler Helmut Fischer kannte Feldhofer bereits und hatte Redlich mehrfach von einem Mann erzählt, den er für passend hielt, ohne die beiden tatsächlich miteinander bekannt zu machen. Redlich lernte Feldhofer später unabhängig von Fischer kennen; erst bei einem gemeinsamen Essen erkannte Fischer, dass es genau der Mann war, den er gemeint hatte.
Noch im Dezember 2025 bezeichnete die Süddeutsche Zeitung Feldhofer in einem Bericht über Haimhausen als mit Bettina Redlich verheiratet.
Warum Sebastian Feldhofer leicht mit einer anderen Person verwechselt wird
Bei Recherchen zu diesem Namen müssen mindestens zwei Personen auseinandergehalten werden.
Offizielle Theaterunterlagen des Haimhauser Kulturkreises nennen sowohl Sebastian Feldhofer als auch Sebastian Feldhofer jun. beziehungsweise Sebastian Feldhofer senior und junior. Beim „Haimhauser Ball der Vampire“ standen beide in unterschiedlichen Rollen auf der Besetzungsliste; auch bei „Das Geheimnis von Haimhausen“ werden sie getrennt geführt.
Deshalb dürfen beispielsweise aktuelle Berufsprofile eines jüngeren Sebastian Feldhofer aus Haimhausen oder München nicht ohne weitere Identitätsbelege dem früheren Verwaltungsdirektor zugeschrieben werden. Genau diese Vermischung kann zu falschen Angaben über Ausbildung, Arbeitgeber, Alter oder heutige Tätigkeit führen.
Auch die Registerdaten unterscheiden Personen genauer: Neben Sebastian Friedrich Feldhofer findet sich dort etwa ein Sebastian Valentin Feldhofer. Die Namensähnlichkeit allein ist kein Beleg dafür, dass berufliche Informationen derselben Person zuzurechnen sind.
Was macht Sebastian Feldhofer heute?
Für 2026 lässt sich eine seriöse Antwort nur begrenzt geben.
Fest steht: Er ist nicht mehr Verwaltungsdirektor des Münchner Volkstheaters. Die aktuelle Theaterleitung nennt Beate Schlegelmilch in dieser Position.
Registerbasierte Daten führen Sebastian Friedrich Feldhofer weiterhin als persönlich haftenden Gesellschafter der 2019 eingetragenen Feldhofer KG in Haimhausen. Der Registereintrag allein verrät jedoch nicht, ob dies sein heutiger beruflicher Schwerpunkt oder lediglich eine gesellschaftsrechtliche Funktion ist.
Seine fortdauernde Kulturarbeit lässt sich zuletzt besonders konkret für 2024 belegen, als er zur Produktionsleitung von „Verschollen in Haimhausen“ gehörte. Weitergehende Behauptungen über eine gegenwärtige hauptberufliche Tätigkeit wären auf Grundlage der zugänglichen belastbaren Quellen spekulativ.
Was über Sebastian Feldhofer nicht verlässlich belegt ist
Ein genaues Geburtsdatum, ein belastbares Alter, detaillierte Angaben über seine Ausbildung oder eine vollständige berufliche Vita vor seiner Theaterzeit ließen sich in den geprüften Primär- und hochwertigen Sekundärquellen nicht zweifelsfrei feststellen.
Auch ein IMDb-Eintrag unter demselben Namen reicht allein nicht aus, um dort genannte Schauspielcredits automatisch Sebastian Friedrich Feldhofer zuzuordnen. Aufgrund der nachgewiesenen Namensgleichheit sollte eine solche Verbindung erst hergestellt werden, wenn eine Quelle beide Identitäten ausdrücklich zusammenführt.
Für ein korrektes Porträt sind diese Lücken wichtiger als scheinbar präzise, aber unbelegte biografische Angaben.
Quellen
Zu den wichtigsten Belegen gehören die aktuelle Teamseite des Münchner Volkstheaters, das Brenner-Archiv der Universität Innsbruck, der Geschäftsbericht 2021 der Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen, Registerdaten zur Münchner Volkstheater GmbH sowie die offiziellen Chronik- und Theaterseiten des Haimhauser Kulturkreises. Ergänzend wurden zeitgenössische Berichte von Münchner Merkur, Abendzeitung und Süddeutscher Zeitung herangezogen.
siehe auch : Lidija Grossmann: Vom Zufallstreffen in Russland zur Ehe mit Stephan Grossmann